OI-Jugend

Jugendwochenende 2020 in Berlin:
Die Teilnehmer des Jugendwochenendes

Das Jugendwochenende des Landesverband Ost fand in diesem Jahr in Berlin statt. Dazu wurden alle jugendlichen Mitglieder der Deutschen OI-Gesellschaft eingeladen.
Das Jugendwochenende des Landesverband Ost wurde unabhängig vom Jungen-Erwachsenen-Wochenende des Bundesverbandes organisiert und durchgeführt.


Julian Blankenstein berichtet über das Jugendwochenende:

Freitag der 13.03.2020, man könnte meinen an so einem Tag passiert etwas Schlimmes, aber außer ein paar Zugausfällen – was bei der DB ja nichts Ungewöhnliches ist – und schlechtem Wetter bei der Ankunft in Berlin, war es ein wundervoller Start ins Jugendwochenende des Landesverband Ost.
Ich bin Julian Blankenstein und wurde, wie viele andere Jugendlichen der DOIG, vor einiger Zeit vom Landesverband Ost zum Jugendwochenende nach Berlin eingeladen. Da ich seit ca. 2 Jahren Mitglied im Verein bin, bisher aber niemanden kannte, dachte ich mir: das ist die Gelegenheit!
Freitagnachmittag reiste ich, wie die meist anderen mit dem Zug, aus Braunschweig an und fand mich in einem sehr nahgelegenen Jugendhaus am Hauptbahnhof wieder. Von der Rezeption aus sah ich bereits die anderen in ihren Rollis, da wusste ich, hier bin ich richtig. Auch mich erkannte man an dem unverwechselbaren „Watschelgang“, der OI-lern wahrscheinlich bekannt vorkommt. Nach beziehen meines Zimmers und kurzer Pause wurde ich von Sascha und den anderen herzlich in Empfang genommen und lernte einen Teil der Gruppe kennen, in der ich wirklich sehr gut aufgenommen wurde.
Nachdem alle Organisatorischen Angelegenheiten geklärt waren, versammelten wir uns zum ersten gemeinsamen Abendessen im L‘Osteria. Typisch italienisch bestellten wir Pizza und Pasta. Die Pizzen waren unnormal groß (zu bestaunen in der Bildergalerie); teilweise größer als einige von uns selbst. So etwas hatte ich noch nie gesehen, obwohl ich ein echt guter Esser bin. Nach dem vierten Weizen verstanden wir uns alle prächtig. Auch Nachzügler Bennett, der wegen eines Zugausfalls später kam, wurde herzlich aufgenommen. Ich lernte an dem Abend anfangs die ältere Generation wie Willi, Sören und André kennen und zu späterer Stunde auch die nette Marlen, Luisa, Laura, Dominik, Christoph und Simey. Der Vorschlag noch an die Bar des Jugendhauses zu gehen, traf auf große Zustimmung. Wir teilten dort unsere aufregendsten Geschichten, sowie viel über Berufe, Bewerbungsgespräche, Studiengänge und unsere Erfahrungen in diesem Bereich. Es war eine angeheiterte Stimmung, in der wir viel zu lachen hatten.

Nach einer kurzen Nacht trafen wir uns zum Frühstück im Speisesaal wieder und besprachen den Ablauf des heutigen Tages. Aufgrund der ausbrechenden Covid-19 Pandemie waren wir mehr eingeschränkt als zunächst gedacht. Die geplant Besichtigung der Kuppel des deutschen Bundestags, sowie des Technikmuseums, waren geschlossen worden. Von diesem Umstand ließen wir uns aber nicht entmutigen, denn das Olympiastadion war weitestgehend barrierefrei und hatte erfreulicherweise noch geöffnet. So konnten wir wenigstens einen geplanten Programmpunkt durchführen und machten uns gemeinsam auf den Weg dieses monumentale Bauwerk anzusehen. Dort stoß auch Annika zu unserer Gruppe hinzu, die seit einiger Zeit in Berlin wohnt.
Unser Guide empfang uns am Haupteingang Ost (passt ja zum Landesverband). Wir arbeiteten uns von den imposanten mittleren Rängen zur noch imposanteren Ehrentribüne fort, um uns anschließend den unterirdischen Bereich anzusehen. Wir sahen die Umkleidekabinen der Fußballer, den Interviewbereich der Leichtathleten, sowie die VIP-Lounge der Ehrengäste. Man versicherte uns mehrfach, dass aufgrund unserer vielen Rollstühle, wir (trotz der anfänglichen Bedenken) deutlich mehr vom Stadion und dem Kellergebäude zu Gesicht bekamen als andere Gäste. Nachdem wir es bis ins Untergeschoss über mehrere Umwege alle geschafft hatten, zeigte man uns die Garage, in welcher die Mannschaftsbusse einfahren. Ich habe an diesem Tag viel über Garagen, Treppen in einem Guss, denkmalgeschützte Stadionwände und vieles weitere gelernt. Und, dass die Ehrentribüne keinen ausgewiesenen Behindertenplatz hat, überraschte mich schon ein wenig. Ich war bereits als Zuschauer im Olympiastadion und fand es interessant, dass Stadion aus einem anderen Blickwinkel betrachten zu können. Aber ein wenig waren wir schon froh, nach einiger Zeit wieder Tageslicht zu sehen, da das Wetter an diesem Tag auch wirklich schön in der Sonne war. Nach den vielen anstrengenden Infos gab es erst einmal eine leckere Currywurst mit Pommes. Danach entschieden wir uns in den Berliner Zoo zu fahren und dort noch einige Stunden bis zum Abend zu verbleiben. Wir schauten uns dort die beispielsweise Nilpferde, Affen und süße Pandas an.
Zum Abendessen trafen wir uns im Albert´s, dort trat Sandra unserer Runde noch bei und wir aßen gemütlich unsere Burger, Hähnchensalate oder Schnitzel und ließen den Tag Revue passieren. Nachdem wir uns von Sandra und Annika verabschiedeten, trafen sich der innere Kreis noch mal auf ein Bier im Jugendgästehaus, und ließen den Abend gemütlich ausklingen.

Am Sonntag aßen wir zum letzten Mal gemeinsam Frühstück. Einige verabschiedeten sich schon sehr früh, da sie eine weite Heimreise hatten und der Vorstand hielt seine Sitzung ab. Laura, Simey, Dominik und ich hatten noch etwas Zeit bis unser Zug fuhr, sodass wir noch ein wenig das Brandenburger Tor unsicher machten und ich einem Café ein völlig verrücktes Würfelspiel von Laura kennen lernte, dass meine jahrzehntelangen Mathekenntnisse komplett über Bord warf.


An dem Wochenende lernte ich wirklich coole Zeitgenossen kennen mit denen ich mich super austauschen konnte, natürlich viel über die Erkrankung aber auch über Dinge die jedem anderen Menschen schwer fallen, wie die Lehrstellensuche, dass Vorstellen in Betrieben oder die Suche nach einem geeigneten Studiengang. Alles in allem empfand ich das Wochenende als sehr angenehm, sodass ich mich freuen würde, wenn wir uns alle bald wiedersehen könnten.

Bis dahin, gehabt Euch wohl.
Euer Julian.


Bildergalerie Jugendwochenende

Sören und die riesen Pizza

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